Digitales Fernsehen via Satellit

DVB-S steht für für Digital Video Broadcasting – Satellite, übersetzt Digitaler Fernseh-Rundfunk per Satellit. Die Übertragung via Satellit ist die meist genutzte Variante für das digitale Fernsehen. Der Satellit überträgt die Daten direkt an den Haushalt, ohne einen Umweg über terrestrisch oder über Kabelnetze übertragene Fernsehsignale zu nehmen. Dafür muss das Fernsehgerät mit einem externen Sat-Receiver ausgerüstet werden, sofern ein solcher nicht bereits integriert ist. Für den Fernsehempfang via Satellit muss außerdem eine Parabolantenne – besser bekannt als „Satellitenschlüssel“ – mit LNB (Low Block Noise Converter) installiert werden. Sind die technischen Voraussetzungen für den Fernsehempfang via Satellit allerdings geschaffen, fallen keine weiteren Kosten an, abgesehen von den ohnehin zu entrichtenden Rundfunkgebühren. Der Satellitenbetrieb wird nämlich von den Sendeanstalten finanziert.

Satellitenfernsehen eröffnet große Programmvielfalt

Via Satellit kann eine große Zahl von Daten übertragen werden. Das hat eine große Vielfalt an Fernseh- und Radioprogrammen sowie Zusatzdiensten zur Folge. In Mitteleuropa strahlen beispielsweise die Satelliten Astra oder Eutelsat Programme aus. Der Astra-1-Satellit strahlt etwa 100 deutschsprachige Programme unverschlüsselt aus. Zur Steigerung der Programmzahl können mehrere Satellitenpositionen ausgewählt werden. Die Programme können sowohl verschlüsselt als auch unverschlüsselt übertragen werden. Um verschlüsselte Satellitenprogramme zu empfangen, ist ein Zugangsberechtigungssystem beim Empfänger notwendig. Im Gegensatz zum Fernsehempfang via Kabel bietet der Satellitenempfang den Vorteil, das er auch in entlegenen Gebieten ohne entsprechende Infrastruktur Fernsehempfang ermöglicht. Auch ausländische Sender können via Satellit problemlos empfangen werden. Es gibt sogar mobile Sat-Receiver, die einen Programmempfang im Auto oder unterwegs ermöglichen.

Satellitenbetreiber stellen auf digitale Übertragung um

Es gibt sowohl analoge als auch digitale Sat-Receiver, doch die Zeit der analogen Technik ist abgelaufen. Bereits 2008 waren 65 Prozent der deutschen Haushalte mit einem digitalen Sat-Receiver ausgestattet. Der Anteil steigt jährlich um etwa 10 Prozent. Noch strahlen die Satellitenbetreiber die Programme parallel analog und digital aus. Je schneller die Digitalisierung jedoch voran schreitet, desto eher wird die analoge Ausstrahlung endgültig eingestellt. Ältere Fernsehgeräte müssen dann mit einem externen Digital-Analog-Wandler nachgerüstet werden. Doch die Digitalisierung hat für den Konsumenten viele Vorteile: Es können nicht nur mehr Programme empfangen werden; auch Ton- und Bildqualität sind bei digital übertragenen und empfangenen Daten besser. Zu beachten ist allerdings, dass für ein perfektes Bild- und Klangerlebnis alle Komponenten der Fernsehanlage – nicht nur das Fernsehgerät und der Sat-Receiver – perfekt aufeinander abgestimmt sind.

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