Sat-Receiver: Integrierte Lösung oder Set-Top-Box?

Um Programme via Satellit empfangen zu können, muss der Fernseher mit einer Parabolantenne verbunden und einem Sat-Receiver ausgestattet werden. Es gibt Fernsehgeräte, die bereits einen Sat-Receiver integriert haben. Wer jedoch mit seinem Fernseher noch zufrieden ist und dennoch nicht auf eine große Programmvielfalt via Satellit verzichten möchte, kann einen Sat-Receiver auch nachrüsten. Die meisten externen Sat-Receiver sind als Set-Top-Box ausgeführt. So werden in der Unterhaltungselektronik Geräte genannt, die an bestehende Komponenten angeschlossen werden und diese um bestimmte Funktionen erweitern. Salopp könnte man Set-Top-Box auch mit „Beistellgerät“ übersetzen. Sowohl externe als auch integrierte Sat-Receiver haben Vor- und Nachteile.

Set-Top-Boxen erobern den Markt der Sat-Receiver

Wird der Sat-Receiver als externes Gerät ausgeführt, benötigt der Nutzer für die Bedienung eine zusätzliche Fernbedienung. Abhilfe schaffen Universalfernbedienungen, doch sollte man die Original-Fernbedienung niemals weg werfen: Sie wird oftmals für bestimmte Programmiervorgänge oder Einstellungen noch gebraucht. Mehr Bedienungskomfort bietet hier die integrierte Lösung, denn hier können beide Geräte mit nur einer Fernbedienung gesteuert werden. Dafür sind Set-Top-Boxen in der Regel günstiger, da sie stärker nachgefragt und deshalb in größeren Mengen produziert werden. Es gibt auch nur wenige Hersteller, die Fernseher mit integriertem Sat-Receiver anbieten. Komplizierter gestaltet sich auch die Aufnahme von Sendungen mit einem Videorekorder bei einem Fernseher mit integriertem Sat-Receiver: In diesem Fall ist eine Aufnahme nur möglich, wenn der Fernseher eingeschaltet ist. Externe Sat-Receiver sind mit einer Reihe von zusätzlichen Ausstattungen erhältlich: Ist zum Beispiel eine Festplatte integriert, können Programme direkt aufgezeichnet werden. Auch sind Sat-Receiver mit verschiedenen Schnittstellen verfügbar, die eine einfache Übertragung auf externe Geräte zur Weiterverarbeitung oder Archivierung ermöglichen.

Einschränkungen bei externen Sat-Receivern

Allerdings gibt es beim Empfang von Fernsehprogrammen via Set-Top-Box einige Einschränkungen, sofern der Fernseher mit einem Antennenfernsehen-Empfangsteil ausgestattet ist. Der Fernseher wird im Grunde nur als Monitor genutzt. Spezialfunktionen, beispielsweise beim Teletext, können verloren gehen. Mit einem einfachen Sat-Receiver ist es außerdem nicht möglich, ein Programm anzusehen und gleichzeitig ein anderes aufzunehmen. Dafür muss der Sat-Receiver mit zwei Empfangsteilen – man spricht hierbei von einem Twin Tuner – ausgestattet sein. Allerdings verschwinden herkömmliche Aufnahmegeräte, die nur analoge Empfangsteile eingebaut haben, ohnehin nach und nach aus den deutschen Haushalten. Generell wird die Technik geändert: Das Kabelfernsehen in Deutschland wird beispielsweise bis 2012 auf den digitalen Empfang umgestellt. Herkömmliche Fernseher müssen dann mit einem externen Empfangsgerät nachgerüstet werden, das die digitalen Signale umwandelt.

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